Was ist eigentlich … Social Bookmarking?
Interaktivität und Vernetzung der Nutzer gehören zu den wohl wichtigsten Phänomenen des sogenannten Web 2.0. Auf Community-Portalen wie MySpace oder der Business-Variante Xing präsentieren sich Menschen und sammeln virtuelle Freunde oder Geschäftskontakte durch gegenseitige Verlinkung. Das Internetradio Last.fm bietet die Möglichkeit, über den Vergleich von Hörerprofilen und Playlists anderer Hörer mit ähnlichem Musikgeschmack, neue Musik empfohlen zu bekommen.
Social Bookmarking Services bieten wiederum die Möglichkeit, sich Webseiten, Blogeinträge oder Artikel als Lesezeichen online zu speichern und mit Stichworten (‚Tags‘) zu versehen. Diese Lesezeichen können privat genutzt (und von allen Internetrechnern aus benutzt) oder veröffentlicht werden. Auf diese Weise kann man anderen Nutzern interessante Seiten weiterempfehlen.
Die entsprechenden Links können über die Stichwortsuche gefunden, bestimmten Gruppen zugeordnet oder über Ranglisten der am meisten ‘gebookmarkten’ Seiten gefunden werden. Sammlungen von Links, ob allgemein, zu einem bestimmten Thema oder von einer Person, können wiederum per RSS-Feed in andere Websites eingebunden werden (wie die Rubrik ‚Lesezeichen‘ in unserer Seitenspalte, siehe dazu auch hier). Auf einigen dieser Plattformen können die Links außerdem bewertet oder diskutiert werden. Unter vielen Web-Angeboten, insbesondere von News-Portalen und Zeitungen, finden sich mittlerweile Links zu einer ganzen Reihe von Bookmarking-Diensten, etwa bei der Süddeutschen Zeitung, Spiegel Online, etc. Ziel ist natürlich, mehr Leser auf diese Seiten zu locken, aber auch, mehr Links auf das eigene Online-Angebot zu erhalten und auf diese Weise im Suchmaschinen-Ranking nach oben zu klettern. Zu den populärsten Diensten gehören u. a. del.icio.us, furl, digg oder deutschsprachige Angebote wie webnews, yigg und Mister Wong.
Aktualisiert am 2. März 2010












