Lesetipps: Digitalisierung am Pappenstiel für flache Lektüren
bewegliche lettern rechnet nach und kommentiert das ‚Jahrhundertprojekt’, als welches der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann vor wenigen Tagen die ‘Deutsche Digitale Bibliothek’ (DDB) vorstellte. Dabei stellt Thomas Rohde fest, dass das durchaus wörtlich zu vertehen ist: „Obwohl der Aufwand, den die DDB betreiben will, also sehr viel größer ist, ist ihre Investitionssumme sehr viel überschaubarer […] Gemessen an Googles Investition könnte es also durchaus sein, dass – wie Neumann rühmt – ein ‘Jahrhundertprojekt’ aus der DDB wird: In 100 Jahren wäre man in etwa in der Größenordnung dessen, was Google bisher investiert hat. Dabei dürfte ein Löwenanteil dieser Summe allein für die anfallenden Recherche- und Verwaltungsarbeiten bei der Suche nach den Rechteinhabern draufgehen. Die Anzahl zugänglich gemachter Werke müsste dementsprechend weit hinter dem zurückbleiben, was Google bisher bereits ermöglicht hat.“
Dazu passt die Nachricht, dass wir alle sowieso nicht mehr so viel lesen. Besonders die konsumfreudige Zielgruppe der „Hedonisten“ krankt an Leseunlust. Schuld ist mal wieder das Internet, allerdings wird dort nicht weniger gelesen, sondern anders, wie ein interessanter Artikel über den Wandel des Lesens im digitalen Zeitalter konstatiert, auf den das 360grad-Blog verweist.
Aktualisiert am 8. Dezember 2009












