In einem interessanten und unterhaltsamen Vortrag auf der re:publica in Berlin legte Peter Kruse dar, inwiefern manche ideologischen Debatten über Chancen und Gefahren des Internet in Wirklichkeit auf unzureichend reflektierten Wertendifferenzen basieren und eine Verständigung über den Gegenstand deshalb quasi unmöglich machen. Sehr zu empfehlen!
„E-Books – ein Jahr nach dem Hype“ war der Titel einer Podiumsdiskussion zu Beginn der Buchmesse in Leipzig, der zugleich die vorherrschende Stimmung auf der Messe gut beschrieb. Die in den letzen zwei Jahren zwischen digitaler Euphorie und Kulturpessimismus oszillierenden Erwartungen der Buchbranche angesichts der Internets und der Digitalisierung sind nüchterner Analyse und Pragmatismus gewichen. Erste Zahlen, die vereinzelt vorgelegt werden, zeigen nach genauer Betrachtung, dass der Markt in Deutschland wohl noch einige Zeit ein Nischendasein fristen wird. Dabei gilt es natürlich auch dabei zu differenzieren. Deutlich wird, dass insbesondere der internationale Markt für Fachbücher bereits jetzt einen sehr großen Anteil seines Umsatzes digital erwirtschaftet. weiterlesen
Am vergangenen Wochenende fand das Drupalcamp drupaletics in Essen statt – zwei Tage lang Sessions über verschiedenste Drupal-Themen, viel Kaffee und dazwischen Zeit für Unterhaltungen und die Gelegenheit, einige der Drupaler, deren Namen man aus den einschlägigen Drupalforen kennt, mal persönlich kennen zu lernen. Das Unperfekthaus war eine tolle Location, die Räumlichkeiten in verschiedensten Größen zur Verfügung stellte, und in dem die Teilnehmer rundum gut mit Essen und Getränken versorgt wurden. Die Sessions waren durchweg interessant und auf einem hohen Niveau. weiterlesen
Eine Woche nach dem Apple-Event ist es mal Zeit, zurückzublicken, und, nachdem sich der Pulverdampf der enttäuschten Erwartungen und euphorischen Lobpreisungen gelegt hat, zu schauen, was von dem Apple-Tablet nun wirklich zu erwarten ist. Dabei hat, unter allen Kommentatoren, mal wieder David Pogue das wohl weitsichtigste Urteil gesprochen: „it’s too early to draw any conclusions“. Warten wir’s ab! weiterlesen
Der Advent ist ja eigentlich die Zeit des Wartens… aber obwohl Weihnachten schon längst vorbei ist, geht das Warten weiter, und zwar auf die Ankunft eines Gerätes, das die Buchwelt nachhaltig verändern soll: das Tablet von Apple, das, so verraten die Auguren, heute in einer Woche, bei einem von Apple angekündigten Event vorgestellt werden soll. Obwohl es bereits eine ganze Reihe von Tablet PCs gibt, wird besonders das Apple-Tablet, eine Art Notebook mit Touchscreen, mit Spannung erwartet. Apple wird zugetraut, was andere bislang nicht schafften: ein ansprechendes Gerät mit einem vernünftigen Geschäftsmodell zu verbinden. Bislang fehlt im E-Book-Bereich ein funktionierendes Geschäftsmodell, das sich auf dem Markt durchsetzt. weiterlesen
Der schwedische Bonnier Verlag hat ein interessantes Video veröffentlicht, wie wir in der nicht mehr allzu fernen Zukunft Zeitschriften auf tragbaren Lesegeräten lesen werden. Und das sieht doch schon wesentlich interessanter aus, als das Lesen auf einem grau-schwarzen E-Ink-Reader, mit dem man noch nicht einmal unterwegs E-Mails abrufen oder Videos anschauen kann. Ähnliche Wunderdinge werden ja von dem Apple Tablet erwartet – man kann gespannt sein, ob es die Erwartungen erfüllt.
Zu wenig Auswahl, mäßige Bedienung – und überhaupt, wenn das erwartete Apple Tablet mit Farbe und Videos nächstes Frühjahr kommt, sieht der Kindle schnell alt aus. So lautet das Fazit des taz-Tests.
Noch zwei Wochen bis Weihnachten – darum hier ein Geschenktipp von publishblog: ein BerlinBlock-Abo. Glück ist das Thema der aktuellen Ausgabe. Es geht unter anderem um Menschen, die mehrfach in ihrem Leben Glück hatten, wie der 85-jährige Berliner Jazzmusiker Coco Schumann, um das Prinzip Durchwursteln, das Christian Ankowitsch als Strategie für eine glückliche Lebensführung empfiehlt, Glücksratgeber auf der Bestsellerliste, und um Glücksmomente der körperlichen Liebe, visuell umgesetzt in einer außergewöhnlichen Bildstrecke der Fotografin Katrin Trautner. Andere interessante Themen des Heftes sind nachhaltige Mode und deutsche Küche in Friedrichshain. Und natürlich gibt’s wieder jede Menge Berichte, Tipps und Empfehlungen rund um das kulturelle Leben in Berlin. Wer die Berlin-Fans unter den Verwandten oder Freunden beglücken möchte, legt ihnen daher einen BerlinBlock unter den Weihnachtsbaum (und am besten einen Abogutschein dazu) – allein das tolle Glücksschwein-Cover löst schon Glücksgefühle aus!
bewegliche lettern rechnet nach und kommentiert das ‚Jahrhundertprojekt’, als welches der Staatsminister für Kultur und Medien Bernd Neumann vor wenigen Tagen die ‘Deutsche Digitale Bibliothek’ (DDB) vorstellte. Dabei stellt Thomas Rohde fest, dass das durchaus wörtlich zu vertehen ist: „Obwohl der Aufwand, den die DDB betreiben will, also sehr viel größer ist, ist ihre Investitionssumme sehr viel überschaubarer […] Gemessen an Googles Investition könnte es also durchaus sein, dass – wie Neumann rühmt – ein ‘Jahrhundertprojekt’ aus der DDB wird: In 100 Jahren wäre man in etwa in der Größenordnung dessen, was Google bisher investiert hat. Dabei dürfte ein Löwenanteil dieser Summe allein für die anfallenden Recherche- und Verwaltungsarbeiten bei der Suche nach den Rechteinhabern draufgehen. Die Anzahl zugänglich gemachter Werke müsste dementsprechend weit hinter dem zurückbleiben, was Google bisher bereits ermöglicht hat.“
Dazu passt die Nachricht, dass wir alle sowieso nicht mehr so viel lesen. Besonders die konsumfreudige Zielgruppe der „Hedonisten“ krankt an Leseunlust. Schuld ist mal wieder das Internet, allerdings wird dort nicht weniger gelesen, sondern anders, wie ein interessanter Artikel über den Wandel des Lesens im digitalen Zeitalter konstatiert, auf den das 360grad-Blog verweist.