Website-Baukasten für Buchhändler

5. Januar 2012

AkS-Webprojekt

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis unabhängiger Sortimenter (AKS) des Börsenvereins hat die Agentur undpaul einen Baukasten für Buchhändler-Websites entwickelt. Dieser basiert auf Drupal 7, der neuesten Version des weit verbreiteten Open-Source-Content-Management-Systems, und enthält bereits eine ganze Reihe vorkonfigurierter Bestandteile, die sich einfach aktivieren und bei Bedarf auch weiter anpassen lassen. Die Website enthält ein vorbereitetes Navigationsmenü und Bereiche für Buchtipps, Veranstaltungen oder Pressemeldungen. auf Wunsch kann bei den Buchtipps eine Direktbestellung beim Händler hinzugefügt oder ein Link zur Bestellung im Barsortiment hinzugefügt werden. Auch eine Bestellfunktion für Eintrittskarten für Veranstaltungen ist integriert. Enthalten ist im Paket ein Standard-Design mit einigen Demo-Inhalten, so dass sofort nach Installation losgelegt werden kann. Die Anpassung an das Händler-Design benötigt aber natürlich noch etwas Arbeit. Dafür bietet undpaul eine Auswahl an Designs an, die natürlich auch noch weiter individuell an die Händlerwünsche angepasst werden können. Empfehlenswert ist außerdem ein Wartungsvertrag, da die Software vonZeit zu Zeit upgedatet werden sollte. Für die Pflege der Website gibt es von undpaul ein bemerkenswert auführliches Handbuch zum Paket, mit dem es nicht schwerfallen sollte, die Seiten regelmäßig und ohne großen Aufwand inhaltlich zu aktualisieren.
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Lesehinweis: Das Buch im Netz

18. November 2011

Andreas Von Gunten macht sich nach seinem Besuch der Frankfurter Buchmesse lesenswerte Gedanken über die Zukunft des Buches im Internet:

 

„Das E-Book ist nicht die Zukunft des Buches im Netz. Das E-Book ist zwar eine digitale Form des Buches, aber es entspricht immer noch den alten Konzept der Werkskopie, die in sich geschlossen, und nur über Textreferenzen mit der restlichen Welt verbunden ist. Das E-Book, wie es den Verlagen derzeit vorschwebt ist einfach eine simple 1:1 Übertragung der Buch-Metapher in die digitale Welt.
 
Es geht aber, bei der sich abzeichnenden Veränderung gar nicht so sehr um die Digitalisierung an und für sich; diese ist nur die Voraussetzung für etwas viel wichtigeres und grösseres: das Netz. Und hier im Netz dreht sich alles nur um eines: um den Link. … “

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(Via buch & netz.)

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Crowdsourcing in der Buchbranche

6. Juni 2011

Crowdsourcing und Crowdfunding sind ein interessanter Trend zum gemeinschaftlichen Erstellen und Finanzieren von Projekten im Internet, dessen Auswirkungen und Chancen seit kurzem auch in der Buchbranche diskutiert werden. Ende Mai fand zu diesem Thema in Berlin ein vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und BaseCamp veranstaltete Nachfolgeveranstaltung zum Buchcamp im Frankfurt statt.
 
Crowdsourcing bezeichnet stark vereinfacht das gemeinschaftliche Erstellen von Inhalten ohne Bezahlung, Crowdfunding stellt eine spezielle Form davon dar, bei der die Beteiligten nicht Inhalte, sondern Geld für die Entwicklung eines Projektes beitragen. Während lange das Internet für seine “Umsonstkultur” verschrien war, stellen neuerdings Bezahlplattformen wie flattr unter Beweis, dass viele Nutzer durchaus bereit sind, für Inhalte zu bezahlen und sich an sinnvollen Projekten – inhaltlich, aber auch finanziell – zu beteiligen. Dies schließt zum einen die Beteiligung an Buchprojekten in Form von Bewertungen und Rezensionen in Communities ein, wie bei neobooks, einem vom Droemer Knaur Verlag entwickelten Auffangbecken für unverlangt eingesandte Manuskripte, wie auch die Finanzierung eines Buchprojektes durch Vorab-Finanzierung andererseits. Dieses Subskriptionsmodell, das in der Buchbranche schon seit Jahrhunderten praktiziert wird, wurde gerade von der Internetplattform euryclia erfolgreich online umgesetzt. weiterlesen

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„One Drupal to rule them all“ – Über Drupal als multifunktionale Plattform

10. Dezember 2010

Während vor einigen Jahren einer durchschnittlichen Firma eine einzige Website genügte, betreiben die meisten heute eine ganze Reihe von Online-Angeboten. Verlage zum Beispiel betreiben neben ihrer Website mit Shop immer häufiger einen Blog, dazu Autorenwebsites, vielfach auch eigene Microsites für Top-Titel. Einige Verlage experimentieren mit Community-Angeboten, wofür wiederum meist eine eigene Lösung in Auftrag gegeben wird. Daneben werden noch ein Facebook-Profil, möglicherweise mit eigenen Apps (für Gewinnspiele), und Twitter bedient. Für das Management der Daten wird eine eigene interne Plattform benötigt und eine Datenbank oder ein Intranet angeschafft. Schnell hat man eine Handvoll verschiedener Lösungen, die mehr oder weniger gut aufeinander abgestimmt sind, Schnittstellen müssen programmiert, alle Tools auf dem aktuellen Stand gehalten werden – mit immer größerem Aufwand und immer höheren Kosten.
 
Dagegen bietet Drupal die Möglichkeit, verschiedenste Anforderungen mit einem einzigen System abzudecken. Drupal ist ein Open-Source-Content-Management-Framework, das von einer weltweiten, sehr aktiven und professionellen Community weiterentwickelt wird und unter anderem vom Weißen Haus, Amnesty International und der Zeit (in der Buchbranche unter anderem hier, hier, hier oder hier) eingesetzt wird. Der modulare Aufbau (es stehen mehrere Tausend Module zur Verfügung, die kombiniert werden können) macht Drupal zum geeigneten Tool für viele Anwendungen – von kleinen Websites über Intranet-Lösungen und Datenbanken bis zu großen Webshops und Communitys. Das bringt zusätzliche Flexibilität und hilft dem Unternehmen Aufwand und Kosten zu sparen.
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Corporate Blogs

11. November 2010

Gerade gab es auf dem Community Camp in Berlin eine Diskussion, ob Corporate Blogs erfolgreich sein können – kann eine Firma überhaupt „authentisch“ kommunizieren oder wird das immer als Marketing empfunden? Aktuelles Negativbeispiel war die „Chefticket-Kampagne“ der Deutschen Bahn, die von Anfang an als Abverkauf von Fahrkarten und nicht als Kommunikationsplattform gedacht war. Auf die angesichts unzähliger Bahn-Verspätungs-Tweets und dem aktuellen Stuttgart21-Szenario erwartbaren kritischen Kommentare war die Bahn schlecht eingestellt.

Als Positivbeispiel einer gelungenen Corporate-Social-Media-Strategie wird dagegen immer wieder das Daimler-Blog genannt. Bereits seit 2007 bloggen dort Mitarbeiter für und über das Unternehmen. Via SocialNetworkStrategien bin ich nun auf eine interessante Präsentation gestoßen, in der Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategie in der Unternehmenskommunikation von Daimler, den Einsatz von Social Media im Sinne des Reputation-Managements bei Daimler und die Gründe für dessen Erfolg aus Sicht des Unternehmens erläutert. Eine aufschlussreiche Case-Study:

Bei der Gelegenheit sei noch auf die neue Genius-Community verwiesen, die Daimler kürzlich gelauncht hat (mit Drupal).

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Nachlese I: Frankfurter Buchmesse

1. November 2010


© Chappatte – www.globecartoon.com

 

Auch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die vom 6.–10. Oktober stattfand, waren die Themen Digitalisierung und E-Books wichtige Aspekte. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dabei eine angenehme Nüchernheit und Selbstverständlichkeit in die Diskussionen und Gespräche eingekehrt. Das Thema verursacht nicht mehr so viele Schweißausbrüche bei Verlagen, der „Hype“ hat sich gelegt, viele Befürchtungen und Erwartungen haben sich, seit die Lesegeräte auf dem Markt sind, sehr relativiert. Angesichts der Komplexität des Themas – vom digitalen Workflow in der Herstellung, über die passenden E-Book-Formate bis hin zum Thema Social-Media-Marketing – ist klar, dass es die eine, optimale Lösung nicht gibt, dass jeder Verlag, abhängig von seinen Zielgruppen, Produkten und Kapazitäten, seinen eigenen Weg finden muss. Und es ist auch klar geworden, dass das Internet angesichts des Stellenwertes, das es für die nachwachsenden Zielgruppen hat, an Bedeutung gewinnen wird. Dabei ist es weder ein Allheilmittel gegen sinkende Absätze noch das Böse schlechthin, das sich in „Umsonstmentalität“ und „illegalen Tauschbörsen“ manifestiert.
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Die „Gratiskultur“ im Internet (Leseempfehlung)

17. September 2010

Ein lesenswerter Kommentar von Andreas von Gunten wider das „Geschwätz von der Gratiskultur“:

„Für Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlags, und viele seiner Verlegerkollegen ist die sogenannte ‚Gratiskultur‘ im Internet der Grund warum wir dringend ein Leistungsschutzrecht brauchen. Doch bei hellerem Lichte betrachtet, ist das doch eher nur Geschwätz von Leuten, die entweder noch nicht in der vernetzten Welt angkommen sind, oder um jeden Preis ein Geschäftsmodell retten wollen, welches in der bisherigen Form keine Daseinsberechtigung mehr hat …“

Weiterlesen: andreasvongunten.com

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„5 Thesen und ein mittelgroßer Ärger“: Peter Kruses Vortrag auf der re:publica 2010

22. April 2010

In einem interessanten und unterhaltsamen Vortrag auf der re:publica in Berlin legte Peter Kruse dar, inwiefern manche ideologischen Debatten über Chancen und Gefahren des Internet in Wirklichkeit auf unzureichend reflektierten Wertendifferenzen basieren und eine Verständigung über den Gegenstand deshalb quasi unmöglich machen. Sehr zu empfehlen!
 

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Nachlese: Buchmesse Leipzig

22. März 2010

„E-Books – ein Jahr nach dem Hype“ war der Titel einer Podiumsdiskussion zu Beginn der Buchmesse in Leipzig, der zugleich die vorherrschende Stimmung auf der Messe gut beschrieb. Die in den letzen zwei Jahren zwischen digitaler Euphorie und Kulturpessimismus oszillierenden Erwartungen der Buchbranche angesichts der Internets und der Digitalisierung sind nüchterner Analyse und Pragmatismus gewichen. Erste Zahlen, die vereinzelt vorgelegt werden, zeigen nach genauer Betrachtung, dass der Markt in Deutschland wohl noch einige Zeit ein Nischendasein fristen wird. Dabei gilt es natürlich auch dabei zu differenzieren. Deutlich wird, dass insbesondere der internationale Markt für Fachbücher bereits jetzt einen sehr großen Anteil seines Umsatzes digital erwirtschaftet. weiterlesen

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